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Ab wann ist der Mensch ein Mensch?

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Thomas:

--- Zitat von: Killerqueen am 14 November 2008, 14:26:56 ---
--- Zitat von: Thomas am 14 November 2008, 14:19:28 ---Wenn in 10.000 Jahre die Krähen (oder andere Tierchen) Auto fahren, in klimatisierten Häusern wohnen, im Web chatten und Menschen in Ställen zur Fleischgewinnung züchten, nehme ich posthum alles zurück und behaupte das Gegenteil, aber an diese Version der Zukunft und der Relationen kann ich halt nicht glauben  ;)
--- Ende Zitat ---
Siehst Du, es ist also tatsächlich eine reine "Glaubensfrage" und damit gar nicht so weit von der Indoktrinierung der Kirche entfernt.
Es ist für eine Einschätzung nicht relevant, was in den lächerlichen paar Jahren, in denen Du und ich leben, Sache ist, auch nicht, was in den letzten 7500 und in den folgenden 7500 Jahren so Tatsache ist. Fakt ist nämlich, dass sich die Dinge auch wieder ändern und damit nicht gesagt ist, dass der Mensch im Endeffekt letztendlich das höchstentwickelte Viech auf Erden war. Und allein darum geht es doch, sich einzugestehen, dass man möglicherweise gar nicht so einzigartig ist.

--- Ende Zitat ---
Sicherlich ist es letztendlich eine Glaubensfrage, deren Beantwortung aber nicht unbedingt von religiöser indoktrinierung abhängig ist.Und natürlich kann keiner wissen, wie es hier in X Millionen Jahren aussieht.Aber bis jetzt halte ich den Menschen für das höchst entwickelte Wesen auf der Erde, und ich halte es durchaus für realistisch zu behaupten, das sich daran zumindest in den nächsten dutzenden Jahrtausenden nicht viel ändern wird, vermutlich auch nicht weit darüber hinaus.

CommanderChaos:
aughh!

ein unüberzeugbarer wir-sind-das-größte - verfechter!
ich finde die einstellung, egal ob nun belegbar oder einfach nur nicht widerlegbar, eklig. und diese egozentrik ist es, die die menschheit zugrunde richtet. "es ist unser planet, wir sind die krone der schöpfung, alles andere ist weniger wichtig als wir! ökosystem retten? naja, vielleicht, aber nur wenn wir davon nicht ärmer werden."

mir ist bewusst dass du letzteres nicht gesagt hast. aber es ist die selbe einstellung, nur in anderer ausprägung, die genau zu der aussage führt.

Eisbär:
welches nun das "höchstentwickelte" Wesen ist, ist davon abhängig, wie man "höchstentwickelt" definiert.

Was den Menschen besonders macht, ist die extreme Anpassungsfähigkeit und damit verbundene Flexibilität. Das haben Ratten und Kakerlaken auch. Aber wir können uns bewußt den Umständen anpassen und verschiedene Anpassungsmöglichkeiten planen und verwerfen. Wir haben also durch Physis (Hände sind einfach sehr vielseitige Werkzeuge) und Psyche jeweils einen Vorteil, wenn es darum geht, uns anzupassen. Und diese Kombinaion führt dazu, daß wir stärker wie jedes andere Tier, die Umstände an uns anpassen. Natürlich bauen auch Biber, Termiten etc. pp. Dinge, wo sich jeder menschliche Architekt und/oder Bauingenieur eine Scheibe abschneiden könnte. Aber jede dieser Arten baut im Prinzip immer nur das gleiche.

Wir sind deswegen vielleicht nicht höher entwickelt. Aber wir sind deswegen z.Z. die Gewinner der Evolution. Und wenn wir tatsächlich in der Gentechnik entsprechend weiterforschen, werden wir uns von der gänzlich emanzipieren. Und genau deshalb werden wir andere Emporkömmlinge sehr zurechtstutzen.

Thomas:

--- Zitat von: CommanderChaos am 14 November 2008, 17:54:30 ---aughh!

ein unüberzeugbarer wir-sind-das-größte - verfechter!
ich finde die einstellung, egal ob nun belegbar oder einfach nur nicht widerlegbar, eklig. und diese egozentrik ist es, die die menschheit zugrunde richtet. "es ist unser planet, wir sind die krone der schöpfung, alles andere ist weniger wichtig als wir! ökosystem retten? naja, vielleicht, aber nur wenn wir davon nicht ärmer werden."

mir ist bewusst dass du letzteres nicht gesagt hast. aber es ist die selbe einstellung, nur in anderer ausprägung, die genau zu der aussage führt.

--- Ende Zitat ---
Das der Mensch an der Spitze steht heißt nicht, das ihm alles andere egal sein muß, auch wenn manche so denken und handeln.

Und derartig unterwürfiges "Der Mensch, das böseste aller Wesen, das durch und durch nur egoistisch und schlecht ist und nicht anderes kann als zerstören" Heulsusentum finde ich persönlich weitaus ekliger und erbärmlicher als eine gesunde Portion Bewußtsein bezüglich der Überlegenheit der eigenen Spezies.

Edit : Ach ja, übrigens find ich deine Argumentation ganz unterhaltsam : "Man kann deine Ansichten zwar nicht widerlegen, aber trotzdem ist es böse, sie zu haben".Ja nun, wenn du schon selber der Meinung bist, das meine Ansichten irgendwo stimmig sind, wirkt es recht seltsam, das man sie nicht vertreten sollte.Auflehnen gegen die Realität ?

CommanderChaos:
Meinetwegen nenn es so. Diese Realität stinkt mir nämlich.

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