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Familie = ?

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Kallisti:

--- Zitat ---Den "Sinn" (oder besser gesagt: Inhalt) gebe ICH SELBST meinem Leben.
--- Ende Zitat ---
(Kaffeebohne)



--- Zitat ---Das Leben mag keinen höheren Sinn haben, aber wir als Menschen sind in der Lage, uns einen zu suchen.
--- Ende Zitat ---
(nightnurse)


Jaja, das is schon klar - das machen ja auch wohl die meisten Menschen (mehr oder weniger bewusst - auch, wenn sie nicht religiös sind ... ;) ).

Aber das ist ja gerade der knackende Ast - was hab ich davon, mir selber irgendwelchen "Sinn" zu geben (meiner Existenz, meinem Existieren, Dasein, Leben) - wenn es "objektiv" (uiuiuiuiui - wie Samson sagen würde - ganz wackelige Sache wieder mal ... ;) ) eben doch keinen gibt - ich persönlich werde dabei immer dieses Selbstverarsche-Gefühl nicht los.

Das is so ähnlich wie mit der Gärtner-Parabel von Anthony Flew   http://www.3sat.de/page/?source=/scobel/148372/index.html
(die ich irgendwo in den Sedimentablagerungen des antiken Forum-Urgesteins ganz bestimmt schon mal eingebracht habe) - find ich jetzt mal so. ;)

Also für mich is das einfach nix - dieses "Sich selbst einen Sinn geben" (seinem Leben). Das is wie mit imaginären Murmeln, Freunden oder was immer spielen - "so tun als ob".   ;D


Klar, nach dem "Warum" zu fragen, ist immer müßig bzw. führt im Grunde nirgendwohin - das packt unser Gehirn, Bewusstsein, unsere Wahrnehmung (?) einfach (noch?) nicht.
Warum haben wir ("höheres" und Selbst-) Bewusstsein - warum gibt es die Welt - warum gibt es überhaupt etwas und nicht viel mehr nichts (letzte Frage ist natürlich so nicht auf meinen Mist gewachsen, sondern stammt von Heidegger - ansonsten: siehe Metaphysik
http://de.wikipedia.org/wiki/Metaphysik )

Trotzdem ist es eben "uns Menschen gegeben", sind wir in der Lage, über genau sowas nachzudenken, uns solche Fragen zu stellen - auch wenn sie uns in unserem Alltag zumeist kein Stück nützlich sind.  :)



--- Zitat ---Ich bin nicht mehr so hinterher, der Existenz als solcher so dermaßen auf den Grund zu gehen, sondern eher, selber Dinge aufzubauen. Scheint mir "sinnvoller" zu sein ;), zumal ein ständiges Nachbohren und Rückversichern der Sinnleere doch eher am Leben hindert. Was nützt es mir, die Karre ständig anzuhalten und im Getriebe rumzuwerkeln, wenn ich mir bei voller Fahrt schön ein laues Lüftchen ins Gesicht wehen lassen kann.



--- Ende Zitat ---
(Simia)

Das is mir zu metaphorisch.  ;D  Und überhaupt zu ausweichend. - Bitte nochmal im Klartext für mich? Danke. :)

K-Ninchen:
Die Existenz ist halt relativ sinnlos. Vielleicht ist der "Sinn des Lebens" ja, mit dieser Sinnlosigkeit fertig zu werden ;)

nightnurse:

--- Zitat von: Kallisti am 16 Juli 2011, 23:01:41 ---...wenn es "objektiv"  eben doch keinen gibt - ich persönlich werde dabei immer dieses Selbstverarsche-Gefühl nicht los.
...
Trotzdem ist es eben "uns Menschen gegeben", sind wir in der Lage, über genau sowas nachzudenken, uns solche Fragen zu stellen - auch wenn sie uns in unserem Alltag zumeist kein Stück nützlich sind.  :)

--- Ende Zitat ---

Ja, und deshalb nehme ich mir die Stumpfheit, mit derartigen Gedanken nicht allzuviel Zeit zu verbringen.
Man kann ja nachdenken, bis man schwarz (höhö) wird, ohne irgendwas dadurch zu klären oder zu beweisen - nützt nix, bringt nix, dann lasse ich es lieber (und mit "ich" meine ich wirklich nur mich selbst. Wem das Grübeln über existentielle Fragen etwas bringt, Glückwunsch).

Kallisti:

--- Zitat ---Ja, und deshalb nehme ich mir die Stumpfheit, mit derartigen Gedanken nicht allzuviel Zeit zu verbringen.
Man kann ja nachdenken, bis man schwarz (höhö) wird, ohne irgendwas dadurch zu klären oder zu beweisen - nützt nix, bringt nix, dann lasse ich es lieber (und mit "ich" meine ich wirklich nur mich selbst. Wem das Grübeln über existentielle Fragen etwas bringt, Glückwunsch).
--- Ende Zitat ---
(nightnurse)

Ich würd mal sagen, das geht den meisten Menschen so - dass sie über Fragen, auf die es nicht wirklich eine ("objektive" ;) ) Antwort gibt, nicht so gerne und/oder oft nachdenken (möchten). ;)

Für mich ist es allerdings eine große Leidenschaft (im wahren Wortsinne beinahe ;) ). :) - Gerade diese Fragen finde ich am spannendsten - gerade all diese Zweifel, Ambivalenzen, Ungewissheiten, Unsicherheiten - wenn es ums (Mensch-) "Sein" ... geht.  ;)

(Kl. Anmerkung: Im Alltagsleben mag ich Ungewissheiten allerdings überhaupt gar nicht.)

Kaffeebohne:
Ja, andere haben es ja auch schon ausgedrückt: "einfach (haha!) leben". Sein Leben leben und spüren, was einem gut tut, wer einem gut tut, und nach Möglichkeit SO leben, wie man sich wohlfühlt. Da haben wir dann wieder Zwänge, wie Arbeit, etc.

Ich denke, man sollte in dem Rahmen, der einem persönlich zur Verfügung steht, die Möglichkeiten ausschöpfen, sein Leben so zu gestalten, wie man es führen möchte. In dem Job arbeiten, in dem man sich wohlfühlt; sich mit den Menschen umgeben, die einem gut tun und die man gern um sich hat; in der Wohnung (oder auch Stadt) leben, in der man leben will...

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