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öffentliche Kritik an Kinderkrippen, früher Fremdbetreuung in Kitas

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Eisbär:
Wieso wird im Zusammenhang mit der Betreuungsprämie eigentlich immer ausschließlich von Frauen gesprochen? Es gibt schließlich auch Väter, die sich der Erziehung ihrer Kinder widmen und die selbige die ersten 3 Jahre eben nicht von Fremden erledigt haben wollen.

Black Ronin:
"Ausnahmen gibt es jede Menge, doch die Verlieren sich im Gedränge"  ( Foyer des Arts. Song: Penis Vagina )

darkflower:

--- Zitat von: Black Ronin am 14 Juni 2012, 16:47:47 ---"Ausnahmen gibt es jede Menge, doch die Verlieren sich im Gedränge"  ( Foyer des Arts. Song: Penis Vagina )

--- Ende Zitat ---

Der Spruch passt  ;D

Kallisti:

--- Zitat von: Eisbär am 14 Juni 2012, 13:48:39 ---Wieso wird im Zusammenhang mit der Betreuungsprämie eigentlich immer ausschließlich von Frauen gesprochen? Es gibt schließlich auch Väter, die sich der Erziehung ihrer Kinder widmen und die selbige die ersten 3 Jahre eben nicht von Fremden erledigt haben wollen.

--- Ende Zitat ---

Ja, deshalb sprach ich oben ja auch von "elterlicher Wahlfreiheit" - soviel zur Theorie. Die Praxis zeigt doch nicht selten, dass zumindest vor allem im ersten Lebensjahr die Mutter vom Kind sehr stark nachgefragt wird.  :P

Das hat einmal mit der doch fast symbiotischen Beziehung zu tun, die durch das Stillen befördert wird (Oxytocin ...), aber auch damit, dass dem Kind die Mutter die bis dahin vertrauteste Person ist (es kennt ihre Stimme sehr gut, ist an ihren Herzschlag gewohnt, an ihren Geruch ...) und wir dürfen nicht vergessen, dass - wie ich schon mal erwähnte - alle Menschen Frühgeborene sind - im Vergleich zu anderen Säugetieren kommen wir "unreif" zur Welt (daher sind Säuglinge "Traglinge" und eigentlich müssten sie bis ca. zum ersten Geburtstag noch im mütterlichen Bauch verweilen, aber das geht wie gesagt wegen der Kopfgröße dann nicht - eben deshalb sind die Fontanellen bei Neugeborenen auch noch offen und weich usw.).

Der Vater sollte natürlich von Anfang an auch "dabei sein" und "mithelfen" lol, aber so wirklich wichtig wird er dann vor allem für das Kind "erst" im zweiten Lebensjahr, da ist er dann auch wirklich sehr wichtig für die kindliche Entwicklung (damit das Kind nicht völlig und ausschließlich auf die Mutter "fixiert" bleibt - nicht falsch verstehen: die Mutter wird nicht überflüssig und auch nicht weniger wichtig für Kind, aber der Vater wird einfach "wichtiger" als im ersten Lebensjahr).

Trotzdem muss der Vater halt schon "von Anfang an dabei sein" (also regelmäßig und so), damit das Kind mit ihm überhaupt erst vertraut werden kann. Er WIRD gewissermaßen eben dadurch zur zweiten BEZUGSperson.

Dennoch zeigt auch dann die Erfahrung nicht selten (also auch, was andere Mütter mir sagten), dass wenn das Kind traurig, müde, verletzt ist, es die Nähe und Zuwendung der Mutter sucht - und Papa tatsächlich mehr für "den Spaß" ... wichtig ist. Klischee ist das nicht, sondern einfach kindliche Entwicklung(sphasen), Gehirnreifung, Bindungsangelegenheiten. ;)

Nun ja - natürlich gibt es immer Ausnahmen von der Regel und Kinder passen sich - zwangsläufig - an. Ist bspw. die Mutter von fast Geburt an viel "weg" und kümmert sich der Vater mehr/intensiver/umfangreicher um Kind, dann wird er die erste Bezugsperson. WIRD. Zwangsläufig. Das muss gar nicht schlecht sein - ist nicht negativ gemeint. Dennoch ist es eher die Ausnahme.

Wie gesagt: im Idealfall, der eigentlich der Normalfall sein sollte, sind BEIDE Eltern um/bei/mit Kind - von Geburt an und beständig über viele Jahre - verlässlich, verbindlich, fürsorglich, verantwortungsvoll.


Kallistikisti konnte wieder nicht an sich halten.  ;D Vortrag zu Ende.  :P

CubistVowel:

--- Zitat von: messie am 14 Juni 2012, 12:11:20 ---Es ist das bekloppteste Projekt das ich kenne das eine Bundesregierung jemals angestoßen hat: Da sind viele der eigenen Partei dagegen, wenn nicht sogar die Mehrheit davon (!),

--- Ende Zitat ---

Tja, sieht tatsächlich so aus, als ob die Koalition mit ihren 330 von 620 Sitzen nicht mal eine eigene Mehrheit dafür zustande kriegt... *click* Inklusive Opposition waren insgesamt nur 211 Abgeordnete anwesend. Dass die Koalition das Scheitern der ersten Lesung nun aber der Opposition anhängen will, halte ich für reichlich dreist. Direkt amüsant. Seit wann hat denn die Opposition dafür zu sorgen, dass die Regierung ihre Gesetze durchbringen kann? ;D

Btw, wir haben eine Opposition?? ::)

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