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Erdbeben/Flutwelle im indischen Ozean

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Kallisti:
Noch was

@Lucas

Mit den Vorkehrungen, die zu treffen gewesen wären, auch was Frühwarnsysteme und Flüsse... betrifft: da gebe ich dir Recht, aber:

das ändert jetzt auch nix daran, dass JETZT eben Leute leiden... (die vlt. nicht mal so genau wussten, wie gefährlich sie da leben und: warum...).

Und: es ändert auch nix daran, dass wir zuviele Menschen sind, aber: trotzdem ist jeder einzelne eben da und "du und ich" ... sind eben ganz genauso "zuviel"!!! Nur: "du und ich" leiden akut wohl gerade nicht so, nicht in einem solchen Ausmaß... wie die Menschen in sogenannten "Dritte-Welt-Ländern" (und die Flutkatastrophe- Betroffenen - und die Kriegsopfer und die Hungernden und die Schwerkranken... ... ...) ! Oder ??

Anonymous:
Möglich -- doch bedenke:
Jeden Euro, den du ausgibst, holst du wieder rein.
Teils gehst du dafür arbeiten.
Teils sparst du an anderer Stelle.
Teils findest du das Zeug auf der Straße.
Ein Blick auf das Konto und du kannst abschätzen, wie weit dein Geld noch reicht.

Was machst du mit einer Minute, die du an etwas Unsinniges verbraten hast?
Die kannst du dir nicht zurückerarbeiten.
Die kannst du dir nicht woanders zusammensparen.
Die findest du nicht auf der Straße.
Die ist weg.
Und du weißt nicht, wieviel Zeit dir bleibt.
Die Einen werden 112, die Anderen mit 5 von einem Auto überfahren.

Genieße jede einzelne Minute.
Nutze sie.
Wenn es dir schlecht geht, jaule nicht rum.
Nutze die Zeit, die dir bleibt, um dafür zu sorgen, dass es dir besser geht.

Wenn es deinen Freunden schlecht geht, heule nicht rum.
Nutze die Zeit, die dir bleibt, um dafür zu sorgen, dass es ihnen besser geht.

Umso besser geht es auch dir, umso besser nutzt du deine Zeit.

Wenn es deine Zeit erlaubt, nutze sie, um Bedürftigen zu helfen.

Jetzt müssen die Opfer das ausleben, was ihre Regierung verbrockt hat.
Jetzt wird gesammelt, gespendet und wieder aufgebaut.
Und alles bleibt beim Alten.
Alles wird schlimmer.
Die Bevölkerung nimmt zu.
Der Platzmangel nimmt zu.
Es wird weiter angebaut.
Weiter zum Wasser hin.
In knapp 12 Jahren folgt das nächste Beben.
Die Opferzahlen werden die 100.000 weit übersteigen.
Und der ganze Mist geht von vorne los.
80.000 Opfer.
Und immernoch eine Überbevölkerung.

Zur Veranschaulichung der Weltbevölkerung (6,3 Milliarden im Jahr 2003) erklären wir die Welt zu einem Dorf mit 1000 Einwohnern.
In diesem Dorf würden 603 Asiaten, 137 Afrikaner, 115 Europäer, 86 Lateinamerikaner, 51 Nordamerikaner und 5 Ozeanier leben.
437 Einwohner in diesem Dorf müßten täglich von weniger als 2 Euro leben.
Die Verluste dieser Katastrophe kämen einem tiefen Schnitt im Oberarm einer Person gleich.

"Du und Ich" sind ganz genauso zuviel.
So wie jeder Andere hier auch.
Wie akut "Du" gerade in welchem Ausmaß leidest, kann ich nicht beurteilen.
Ich zumindest leide kein Stück.
Man kann sagen, mir scheint die Sonne aus dem Arsch.

Doch warum dafür spenden?

Jährlich sterben deutschlandweit 3 Neugeborene an schweren Herzfehlern.
Die technischen Geräte zur Behandlung sind sauteuer, kaum ein Krankenhaus kann sie sich leisten. Es könnte auch dein Kind sein. Spendest du dafür?

Progerie ist eine sehr gering erforschte Krankheit, die Kinder im Zeitraffer altern lassen. Der älteste Patient ist 17, vom biologischen Alter her 98. Für die Forschung steht kaum Geld bereit. Es könnte auch dein Kind sein. Spendest du dafür?

In Brasilien bekommen 14jährige Kinder, weil sie sich keine Kondome leisten können. An Abtreibung ist gar nicht zu denken. Spendest du dafür?

Für all diese Dinge spende ich nicht, obwohl sie mich mehr oder minder direkt betreffen oder betreffen könnten.

Was sollte mich also dazu bringen, für eine Sache zu spenden, die, wie von Olli geschrieben, weit weit weg ist?

Die Tatsache, dass sich die Medien damit überschlagen?
Die Tatsache, dass die Menschen nichts dafür können?
Die Tatsache, dass es mir so gut geht und es der Menschlichkeit gebührt zu helfen?

Würde es um die Menschlichkeit gehen würde ich für alles spenden.
Kein Leid ist so gering dass ihm keine Möglichkeit der Beseitigung gebührt.

Aber es gibt zuviel.
Wer für eine Sache spendet muß sich fragen: Warum nicht für eine Andere?
Warum spende ich für eine einmalige Katastrophe irgendwo am Arsch der Welt und kümmere mich nicht um das permanente Leid in meiner nähesten Umgebung?
Massenzwang? Heuchelei? Gewissensbefriedigung?

Spenden: ja.
Geld: ungern.

Ich habe bereits einmalig 50€ gespendet.
Nicht für eine gute Sache.
Nicht für eine gemeinnützige Sache.
Aber für eine Sache, mit der ich mich identifizieren kann.
Direkt und ohne Umwege irgendwelcher fadenscheinigen Organisationen an den 'Betroffenen'.
Die Resultate kann ich noch heute sehen.

Würde ich anfangen, Geld für derart gemeinnützige Dinge zu spenden -- ich würde mich fragen, warum nicht auch für dieses? Wieso nicht für jenes?
Meine ganze Kohle würde dafür draufgehen.

Von daher: nein.

Danke für die Liste.
3 Organisationen bei, hinter denen ch vollends stehe.
Doch aus oben angegebenen Gründen: nein.

Ich habe das Glück an einem Ort zu leben wo derartige Katastrophen eher nicht stattfinden. Hätte ich dieses nicht, würde ich eventuell anders denken.
Ich würde mich für mein Denken verurteilen.
Weil ich es nicht verstehen könnte.

Doch ich kann mir vorstellen, wie schrecklich es sein muß nach einem Unfall auf eine Bluttransfusion warten zu müssen. Ebenso weiß ich aus zweiter Hand wie schrecklich es ist, auf eine Knochenmarktransplantation warten zu müssen. Den Betroffenen nutzt Geld in keinster Weise -- es fehlt an Spenden in Form von Blut, Knochenmark, Organen...

Die Vorstellung, eines Tages aufzuwachen und festzustellen, ich leide an Leukämie, brauche ein neues Herz...
Die Vorstellung, bei einem Autounfall Unmengen von Blut zu verlieren und zu verbluten, weil kein Blut vorrätig ist...

Das beides trifft mich wesentlich härter als die Vorstellung, durch Umwelteinflüsse meinen Luxus einbüßen zu müssen.

Thomas:
Mich beschäftigt (wenn man das so nennen kann) diese Sache aufgrund der hohen Opferzahlen und der großen Verwüstung innerhalb kürzester Zeit mehr als andere Katastrophenmeldungen.
Klar passiert ständig irgendwo auf der Welt etwas schreckliches, aber ca. 80.000 Opfer (und steigend) durch eine Flutwelle, die selbst ja nur ein paar Stunden aktiv war ? Das ist schon eine "höhere" Liga.

Mentallo:
Aktuelle Opferzahl liegt mal eben bei 125.000.

Eric Harris:
Ohne Worte
http://www.manager.co.th/Home/PostPic.aspx?keyword=german&Submit2=Search#List


http://www.p-h-u-k-e-t.com/

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