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Schicksal oder Zufall?
olli:
moin zurück,
dann gib doch mal ein beispiel für das, was du als einen zufall erachtest. mal schaun, vielleicht kann ich dir ja argumentativ näher bringen, wieso es sich bei deinem beispiel um keinen zufall handelt.
Nachtmensch:
Nunja, ich meinte eher sowas wie mikroskopische Zufälle im Sinne der Quantenmechanik. Aber wenn das schon im kleinen anfängt.. ;)
Wenn es Dich interessiert, gar nicht mal so schlecht ist das hier :
http://de.wikipedia.org/wiki/Kopenhagener_Interpretation
http://de.wikipedia.org/wiki/Kausalit%C3%A4t#Physik_und_Mathematik
Ob diese mikroskopische Undeterminiertheit allerdings echte Auswirkungen auf das Drumherum hat, ich weiß es nicht.. :)
Nachtmensch.
olli:
hallo nacktmensch,
das problem mit der quantenmechanik (auch als quantenTHEORIE bekannt) ist, dass sie vieles ganz toll erklärt, anderes allerdings nicht. auch gibt die aussage über die nichtvorhersehbarkeit eher aufschluss über die derzeit beschränkten detektionsmethoden und -apparaturen.
silberwolf:
Der Begriff "Schicksal" ist für die Menschen eine Hilfe um Dinge zu verarbeiten, die ZUFÄLLIG oder als Folge einer Ereigniskette schief gelaufen sind.
Genau so sind die Religionen entstanden, die den Begriff Schicksal prägen und in Verbindung mit dem Glauben bringen. Eine lenkende Macht - Gott - hat bestimmt, dass es so kommen sollte. Alles dies sind nur Ausweichmöglichkeiten, um nicht an Dingen zu zerbrechen, die nun einmal so sind und die sich nicht ändern lassen.
Meine Großmutter ist gestorben, weil sie sehr krank war. Rational betrachtet ist sie an den Leiden ihrer Krankheit gestorben. Man könnte aber auch sagen, um die Situation zu verarbeiten, dass ihre Zeit gekommen war, weil Gott es so bestimmt hat.
Ich will nicht sagen, dass ich nicht an Gott glaube. Der Glaube ist auch für mich eine Hilfe Dinge zu verarbeiten, an denen ich sonst vielleicht zerbrechen würde. Auf der anderen Seite ertappe ich mich viel zu oft Dinge zu hinterfragen, bei denen es besser ist es so hinzunehmen als "Schicksal" ("Warum liebt sie mich?" / "Warum hat sie mich verlassen?" etc.)
Ein jeder sollte für sich selber entscheiden in wie weit er an das Schicksal glaubt oder alles für Zufall bzw. für die Folge einer Ereigniskette hält. Doch darf niemand verurteilt werden, der dies tut. Denn ihm mag seine Denkweise den richtigen Weg eröffnen. Und sollte er am Boden zerstört sein, so sollte man ihm auch den anderen Weg (durch ein Gespräch) öffnen, aber NIEMALS ihn zu einer Meinung zwingen.
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