Schwarzes Hamburg > Gedankenaustausch -Archiv-
wann sterben?
sober:
Ich finde ja (auch wenn es ein wenig Offtopic ist), dass sich "etwas schaffen" und "mit seinem vw nach hause zu seiner treuen familie fährt und man gemeinsam abend isst." nicht ausschliessen.
Ich leb in einer sehr kleinen Familie. Sie besteht aus einem unverheirateten aber lange zusammen lebenden Paar. Sie promoviert gerade, er (ich) arbeite mittlerweile in Projekt- und teilweise Personenverantwortlichen Stellungen, war mich nicht zu schade, es auch mal mit Selbstständigkeit incl. eigener Angestellte zu versuchen und würde uns beide sehr wohl als teils Karriere-aktiv bezeichnen. Trotzdem plane ich gerade einen VW zu kaufen (einen Buss mit Klappdach zum drin pennen) und träume vom Häuschen mit Garten. Der Gedanke daran, nach Feierabend mit diesem Auto nach Hause zu fahren, mit ihr lecker zu Abend zu essen und damit exakt dem Klischee zu entsprechen finde ich z.B. eher erstrebenswert. Was möchte ich denn mehr im Leben, als einen mich herausfordernden Job, der mich aber nicht komplett auffrisst, einer Partnerin, mit der ich jede Art von Kommunikation betreiben kann, von raumalbern bis "interessante Diskussionen usw", mit der ich sogar teilweise meine Hobbies gemeinsam betreibe und meine Zeit in schöner Umgebung verbringen kann?
Ich persönlich möchte nicht auf mein Leben zurückblicken müssen und sehen: Fuck, du hast nichts vom eigentlich schönen Leben gehabt, denn du hast durchgehend gearbeitet ;)
nightnurse:
--- Zitat von: Kallisti am 29 Juli 2011, 11:37:51 ---
--- Zitat ---Jeder Mensch ist entbehrlich. Mag sein, aber nicht für sich selber.
--- Ende Zitat ---
(Simia)
Auch hier würde mich die Begründung interessieren - wenn wir also doch mal versuchen, von der "biologischen Anlage" abzusehen - warum sollte der (jeder) Mensch nicht für sich selbst (auch) entbehrlich sein (können)?
--- Ende Zitat ---
:o
Wuss?
Vielleicht bin ich jetzt geistig zu schlicht, aber für mich sieht es so aus:
Wenn es mich nicht (mehr) gäbe, dann gäbe es mich nicht (mehr), denn es gibt mich ja nur, solange es mich gibt, woraus ich irgendwie zu schließen vermeine, dass ich für mich ziemlich unentbehrlich bin.
Kurz gesagt, ich glaube, ich könnte ohne mich nicht leben.
Geht das irgendwem anders?
("ich" kann natürlich meinem Körper abhanden kommen und ihn apallisch liegenlassen, aber dann kann er auch nicht mehr viel mit sich anfangen und ist nicht mehr "ich", also same difference)
Designer:
Ich werde niemals sterben.
nightnurse:
So is brav.
Multivac:
--- Zitat von: nightnurse ---("ich" kann natürlich meinem Körper abhanden kommen und ihn apallisch liegenlassen, aber dann kann er auch nicht mehr viel mit sich anfangen und ist nicht mehr "ich", also same difference)
--- Ende Zitat ---
ha, gute frage, wann bin ich ich ?
es gab dazu mal ein paar versuche, hier die links. es lohnt sich, alles zu lesen. wahnsinnsegebnisse.
unser ichbewußtsein ist nur hauchzart mit unserem biologischen körper verbunden, bereits kleine versuche mit spiegeln u.a. können uns vorgaukeln, wir wären wer anders, riesengroß, klitzeklein oder außerhalb seines körpers (out-of-body-experience = nahtoderfahrungen).
http://www.wissenschaft.de/wissensch...ws/313572.html
http://www.wissenschaft.de/wissensch...ws/297978.html
http://www.wissenschaft.de/wissensch...ws/282147.html
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