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Kampfkunst- und Kampfsport-Thread
Philomel:
Anfang der 90er hab ich über meinen Sportverein mit Karate angefangen, damals noch der Stil Kadgamala, der viele Elemente aus dem Joga hatte. 1999 haben unsere Trainer einen eigenen Stil gegründet, Ryoku Shin Do. Der Stil basiert zwar auf Shotokan-Karate, bezieht aber Kickboxen, Boxen, Selbstverteidigung, Mixed Martial Arts und Grappling mit ein. Auf Lehrgängen werden solche Bereiche dann vertieft. Durch die jahrelange Zugehörigkeit hat sich ein sehr familiäres Verhältnis entwickelt und ich versuche, die zwei Abende in der Woche da zu sein. Es gibt zwar noch mehr Training im Haupt-Dojo in Rahlstedt, aber da schaffe ich es leider kaum jemals hin.
Zum Glück musste ich noch nichts von dem Erlernten anwenden, aber ich weiß, dass man das Selbstbewusstsein durch eine solche Betätigung sichtbar nach außen trägt und allein dadurch schon etwas geschützt ist.
Knöpfchen:
also vor 15/16jahren hab ich mit judo angefangen und vor 5jahren beim braunen gurt steckengeblieben. durch mein examen und dann der umzug nach hh hab ich es leider nicht mehr geschafft, zum training zu gehen bzw. mir hier nen neuen verein zu suchen....
kennt jemand von euch vllt einen guten judoverein?
ernstfälle gabs bei mir bezüglich selbstvertidigung noch nicht.
jakkewiehose:
@Lucas de Vil -> Capoeira
Wo hast Du das denn gemacht? Und wie oft in der Woche?
Lohnt sich das auch für Anfänger, die nicht dreimal die Woche Sport machen wollen und auch gerade nicht so im Training sind?
Also - kann das auch ein Anfängersport sein?
Für mich sieht es manchmal so aus, als müsse man bei Capoeira doch sehr sportlich/muskulös/athletisch sein.
Takara:
--- Zitat von: jakkewiehose am 26 Juli 2010, 11:56:13 ---Lohnt sich das auch für Anfänger, die nicht dreimal die Woche Sport machen wollen und auch gerade nicht so im Training sind?
Also - kann das auch ein Anfängersport sein?
--- Ende Zitat ---
Ja kann es...du kannst in allem wirklich gut werden, wenn du dich dahinter klemmst und es dir Spaß macht. Ich habe Capoeira ne Zeit lang neben dem Kung Fu gemacht. War mir auf Dauer aber zu viel mit dem anderen Sport...ausserdem sind meine körperlichen Vorraussetzungen nicht gerade so gegeben, das ich die Moves ohne seeehr viel Training hinbekomme. Was von Vorteil ist, ist ein hoher Schwerpunkt, kein Übergewicht und Talent im "Bodenturnen" (Rad schlagen, Handstand usw.), Mit der Basis sieht man bestimmt schnelle Erfolge, trotz nur 1-2 mal die Woche Training.
Lucas de Vil:
--- Zitat von: jakkewiehose am 26 Juli 2010, 11:56:13 ---Wo hast Du das denn gemacht? Und wie oft in der Woche?
--- Ende Zitat ---
In Lübeck. ^^
Ich habe das tatsächlich bis zu drei mal die Woche gemacht.
Ganz zu Anfang nur einmal, allerdings machte das irgendwann so einen Spaß und die Gruppenatmosphäre tat ihr Übriges, so dass ich bis zur Sprunggelenksverstauchung jeden der drei Trainingstage genutzt habe.
Ich tue mich mit Dojo-Wechseln immer so schwer.
Demnächst werde ich allerdings mal das Zanshin-Dojo antesten.
Mit Gruppenzwang bekommt man auch eher den Arsch hoch, also: wollen wir da mal zusammen für ein Probetraining vorbei schauen?
--- Zitat von: jakkewiehose am 26 Juli 2010, 11:56:13 ---Lohnt sich das auch für Anfänger, die nicht dreimal die Woche Sport machen wollen und auch gerade nicht so im Training sind?
Also - kann das auch ein Anfängersport sein?
--- Ende Zitat ---
Auf jeden Fall.
Können musst du dafür zunächst mal gar nix. Es ist allerdings durchaus hilfreich, ein Minimum an Beweglichkeit zu besitzen.
Die Frage ist halt, ob du beispielsweise das Aú (besagtes 'Rad schlagen') eine komplette Sitzung lang üben möchtest oder nicht.
Irgendwie fühlt man sich so unfähig, wenn man ewig die Anfängerbewegungen wieder und wieder übt. Vor Allem, wenn man mit Sport nicht viel am Hut hat und unter Kontrollzwang leidet.
Hinzu kommt, dass du als total unsportliches Persönchen schon nach der Aufwärmrunde (ohne gehts nicht) völlig kaputt bist.
Dann kommt es dann auf deinen eigenen Stolz und die Fähigkeit der Lehrer an, damit du dir die Blöße geben kannst dich ein paar Minuten an den Rand zu hocken und zu regenerieren.
--- Zitat von: jakkewiehose am 26 Juli 2010, 11:56:13 ---Für mich sieht es manchmal so aus, als müsse man bei Capoeira doch sehr sportlich/muskulös/athletisch sein.
--- Ende Zitat ---
Tja, was bedingt was?
Musst du sehr sportlich, athletisch und muskulös sein, um Capoeira zu betreiben oder wirst du durch das Betreiben der Capoeira sehr sportlich, muskulös und athletisch? ;)
Eine Stunde Ginga (quasi die Grundstellung) und du wirst sehen, dass eher Letzteres der Fall ist.
Die von Takara angesprochenen Eigenschaften erleichtern den Einstieg allerdings ungemein.
Alles Andere bildet halt einen Kreis.
Je spektakulärer deine Bewegungen sind, desto muskulöser und athletischer wirst du.
Je muskulöser und athletischer du bist, desto spektakulärer werden deine Bewegungen.
Du erfährst in erster Linie sehr viel über Malícia, sofern du das Ganze im Dojo machst und nicht bei irgendwelchen Funsport-Anbietern.
Du lernst also deine Mitspieler ungefähr in ihrem Können einzuschätzen, dein eigenes Können richtig zu bewerten und deine eigenen Fähigkeiten nicht jedem sofort offensichtlich zu demonstrieren.
Dazu gehört leider auch die Erfahrung, dass es immer mindestens einen gibt der besser ist. ;)
Dies ist dann allerdings im 'realen Leben' durchaus von Vorteil, schließlich kannst du nach relativ kurzer Zeit auf Grund von Bewegung und Körperhaltung deines Gegenübers auf sein inneres Wesen Rückschlüsse ziehen und beispielsweise sofort erkennen, ob du es mit einem überheblichen Blender zu tun hast.
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