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Familie = ?
Shadow Preacher:
@ Kallisti: Warum bist Du eine alleinerziehende Mutter?
Kallisti:
--- Zitat von: Shadow Preacher am 25 Juli 2011, 13:32:46 ---@ Kallisti: Warum bist Du eine alleinerziehende Mutter?
--- Ende Zitat ---
Weil die (leiblichen/biologischen) Väter meiner/"unserer" Kinder die Verantwortung und Fürsorge für die Kinder/das Kind nicht tragen woll(t)en, auch (bei einem Kind:) der "Vater" keinen Umgang mit dem Kind wollte. Obwohl er vor Geburt des Kindes erklärte, diese Verantwortung tragen zu wollen.
Und weil sich bisher kein anderer Mensch, "Vater" fand, der bereit gewesen wäre, auch (mit oder "neben" mir) die Verantwortung, Sorge, den Alltag usw. für/mit meine/n Kindern zu tragen, zu leben - schon gar nicht: langfristig/dauerhaft.
Und damit bin ich unter den alleinerziehenden (überwiegend:) Frauen/Müttern ja leider kein Einzelfall, keine Ausnahme - im Gegenteil. :(
Und weil es andere "Familie" in unserem/meinem "Fall" nicht gibt.
Simia:
--- Zitat von: Kallisti am 25 Juli 2011, 13:45:44 ---Und damit bin ich unter den alleinerziehenden (überwiegend:) Frauen/Müttern ja leider kein Einzelfall, keine Ausnahme - im Gegenteil. :(
--- Ende Zitat ---
Den Eindruck hab ich leider auch. Dem Phänomen würd ich auch mal gern auf den Grund gehen, aber da fehlen mir die Fakten und Kenntnisse und ein reiner Meinungs- und Vermutungsaustausch bringt's irgendwie nicht (ob es nun ein späteres "Erwachsenwerden" und der Drang, sich noch austoben zu wollen sind, die Angst, die Frau/Mutter mit dem Kind "teilen" zu müssen, mangelndes Verantwortungsbewusstsein und der Wunsch nach Unverbindlichkeit/nicht festlegen wollen, sich überschätzt zu haben (rosarote Brille), dass die Frau sich nach der Geburt so krass ändern kann, als veraltet angesehene Familien-/Beziehungsmodelle etc.).
Shadow Preacher:
--- Zitat von: Kallisti am 25 Juli 2011, 13:45:44 ---
--- Zitat von: Shadow Preacher am 25 Juli 2011, 13:32:46 ---@ Kallisti: Warum bist Du eine alleinerziehende Mutter?
--- Ende Zitat ---
Weil die (leiblichen/biologischen) Väter meiner/"unserer" Kinder die Verantwortung und Fürsorge für die Kinder/das Kind nicht tragen woll(t)en, auch (bei einem Kind:) der "Vater" keinen Umgang mit dem Kind wollte. Obwohl er vor Geburt des Kindes erklärte, diese Verantwortung tragen zu wollen.
Und weil sich bisher kein anderer Mensch, "Vater" fand, der bereit gewesen wäre, auch (mit oder "neben" mir) die Verantwortung, Sorge, den Alltag usw. für/mit meine/n Kindern zu tragen, zu leben - schon gar nicht: langfristig/dauerhaft.
Und damit bin ich unter den alleinerziehenden (überwiegend:) Frauen/Müttern ja leider kein Einzelfall, keine Ausnahme - im Gegenteil. :(
Und weil es andere "Familie" in unserem/meinem "Fall" nicht gibt.
--- Ende Zitat ---
Zum Thema Verantwortung nach der Trennung kann ich nun wenig beisteuern, da ich selbst keine eigenen Kinder habe und somit selbst noch nie vor der Frage stand.
Allerdings sehe die Väter, die meinen, ihrer Verantwortung mit der monatl. Unterhaltszahlung genüge getan zu haben..... als (Rabenvater wäre da noch ein milder Ausdruck). Wer ein Kind in die Welt setzt, sollte sich schon vorher im klaren gewesen sein, was er tut, und hat somit Verantwortung und auch eine Umgangs - und Erziehungspflicht.
Auf der anderen Seite weiß ich, das es eine gesetzl. Möglichkeit gibt/gab, bei sogen. "wilden Ehen" das sich der Erzeuger das Umgangsrecht nach der Geburt per Vereinbarung von der Mutter zusichern läßt/ließ. Aus einem früheren Bekanntenkreis habe ich die dortige Problematik bei der Erziehung / Urlaubsplanung usw. mitbekommen. Vieles ging nur noch über das Jugendamt bzw. Gericht. In solchen Fällen halte ich es besser, der Erzeuger kommt seiner Unterhaltspflicht nach und gut ist.
Zu dem Mann, der sich mit dir den Alltag/Sorge usw teilt, kann ich Dir aus eigener Erfahrung sagen, es kommt immer auf das Gesamtpaket an. meine zukünftige EX-Frau hatte eine Tochter mit in die Ehe gebracht. Es war für mich der Spagat zwischen "Erziehungsberechtigt" und Freund, zumal der leibliche Vater, trotz negativer Begleiterscheinungen, für die Tochter der Größte war und vermutlich noch ist. Ich fühlte mich oft als Störenfried in ihrer Welt und als Eindringling. Allerdings war die Tochter nicht der Trennungsgrund. Was ich jedoch in den Jahren mit der Tochter erleben durfte, würde ein Buch füllen. Letzendlich war es sicherlich nur ein Hilfeschrei des Kindes. Von daher kann man dieses Thema auch nicht verallgemeinern, sondern muß immer den Einzelfall sehen und auch erleben.
In unserem Alter (leider steht deines nicht im Profil) wird es schwieriger, einen Partner ohne Kinder kennenzulernen. Viele Männer scheuen sich davor, plötzlich Verantwortung zu übernehmen. Die Frage ist dabei auch immer, wird der Partner von den Kindern akzeptiert. Auch das können Ängste Deiner Partner sein.
Meine Eltern gehen seit über 50 Jahren durch dick und dünn (im wahrsten Sinne). Leider werde ich dieses Vorbild nicht erreichen. Trotzdem glaube und träume ich von einem Familienleben.
--- Zitat von: Simia am 25 Juli 2011, 13:55:00 ---
--- Zitat von: Kallisti am 25 Juli 2011, 13:45:44 ---Und damit bin ich unter den alleinerziehenden (überwiegend:) Frauen/Müttern ja leider kein Einzelfall, keine Ausnahme - im Gegenteil. :(
--- Ende Zitat ---
Den Eindruck hab ich leider auch. Dem Phänomen würd ich auch mal gern auf den Grund gehen, aber da fehlen mir die Fakten und Kenntnisse und ein reiner Meinungs- und Vermutungsaustausch bringt's irgendwie nicht (ob es nun ein späteres "Erwachsenwerden" und der Drang, sich noch austoben zu wollen sind, die Angst, die Frau/Mutter mit dem Kind "teilen" zu müssen, mangelndes Verantwortungsbewusstsein und der Wunsch nach Unverbindlichkeit/nicht festlegen wollen, sich überschätzt zu haben (rosarote Brille), dass die Frau sich nach der Geburt so krass ändern kann, als veraltet angesehene Familien-/Beziehungsmodelle etc.).
--- Ende Zitat ---
Wie sieht es denn andersherum aus? Wenn der Mann aus der Vorbeziehung ein Kind hat, was alle 14 Tage anwesend ist?
Wie oben schon aus meiner Erfahrung geschrieben, geht es nicht um das Teilen der Frau/Mutter, sondern das sich der Erzeuger immer wieder in die Erziehung einmischen kann bzw. es in meinem Leben auch getan hat. Dieses hatte dann oftmals schwere Einwirkungen auf dein "heiles" Familienleben. In diesen Fällen muß die Mutter auch sehr oft den Spagat zwischen Mann und Kind machen.
Simia:
--- Zitat von: Shadow Preacher am 25 Juli 2011, 14:24:58 ---
--- Zitat von: Kallisti am 25 Juli 2011, 13:45:44 ---
--- Zitat von: Shadow Preacher am 25 Juli 2011, 13:32:46 ---@ Kallisti: Warum bist Du eine alleinerziehende Mutter?
--- Ende Zitat ---
Weil die (leiblichen/biologischen) Väter meiner/"unserer" Kinder die Verantwortung und Fürsorge für die Kinder/das Kind nicht tragen woll(t)en, auch (bei einem Kind:) der "Vater" keinen Umgang mit dem Kind wollte. Obwohl er vor Geburt des Kindes erklärte, diese Verantwortung tragen zu wollen.
Und weil sich bisher kein anderer Mensch, "Vater" fand, der bereit gewesen wäre, auch (mit oder "neben" mir) die Verantwortung, Sorge, den Alltag usw. für/mit meine/n Kindern zu tragen, zu leben - schon gar nicht: langfristig/dauerhaft.
Und damit bin ich unter den alleinerziehenden (überwiegend:) Frauen/Müttern ja leider kein Einzelfall, keine Ausnahme - im Gegenteil. :(
Und weil es andere "Familie" in unserem/meinem "Fall" nicht gibt.
--- Ende Zitat ---
Zum Thema Verantwortung nach der Trennung kann ich nun wenig beisteuern, da ich selbst keine eigenen Kinder habe und somit selbst noch nie vor der Frage stand.
Allerdings sehe die Väter, die meinen, ihrer Verantwortung mit der monatl. Unterhaltszahlung genüge getan zu haben..... als (Rabenvater wäre da noch ein milder Ausdruck). Wer ein Kind in die Welt setzt, sollte sich schon vorher im klaren gewesen sein, was er tut, und hat somit Verantwortung und auch eine Umgangs - und Erziehungspflicht.
Auf der anderen Seite weiß ich, das es eine gesetzl. Möglichkeit gibt/gab, bei sogen. "wilden Ehen" das sich der Erzeuger das Umgangsrecht nach der Geburt per Vereinbarung von der Mutter zusichern läßt/ließ. Aus einem früheren Bekanntenkreis habe ich die dortige Problematik bei der Erziehung / Urlaubsplanung usw. mitbekommen. Vieles ging nur noch über das Jugendamt bzw. Gericht. In solchen Fällen halte ich es besser, der Erzeuger kommt seiner Unterhaltspflicht nach und gut ist.
Zu dem Mann, der sich mit dir den Alltag/Sorge usw teilt, kann ich Dir aus eigener Erfahrung sagen, es kommt immer auf das Gesamtpaket an. meine zukünftige EX-Frau hatte eine Tochter mit in die Ehe gebracht. Es war für mich der Spagat zwischen "Erziehungsberechtigt" und Freund, zumal der leibliche Vater, trotz negativer Begleiterscheinungen, für die Tochter der Größte war und vermutlich noch ist. Ich fühlte mich oft als Störenfried in ihrer Welt und als Eindringling. Allerdings war die Tochter nicht der Trennungsgrund. Was ich jedoch in den Jahren mit der Tochter erleben durfte, würde ein Buch füllen. Letzendlich war es sicherlich nur ein Hilfeschrei des Kindes. Von daher kann man dieses Thema auch nicht verallgemeinern, sondern muß immer den Einzelfall sehen und auch erleben.
In unserem Alter (leider steht deines nicht im Profil) wird es schwieriger, einen Partner ohne Kinder kennenzulernen. Viele Männer scheuen sich davor, plötzlich Verantwortung zu übernehmen. Die Frage ist dabei auch immer, wird der Partner von den Kindern akzeptiert. Auch das können Ängste Deiner Partner sein.
Meine Eltern gehen seit über 50 Jahren durch dick und dünn (im wahrsten Sinne). Leider werde ich dieses Vorbild nicht erreichen. Trotzdem glaube und träume ich von einem Familienleben.
--- Zitat von: Simia am 25 Juli 2011, 13:55:00 ---
--- Zitat von: Kallisti am 25 Juli 2011, 13:45:44 ---Und damit bin ich unter den alleinerziehenden (überwiegend:) Frauen/Müttern ja leider kein Einzelfall, keine Ausnahme - im Gegenteil. :(
--- Ende Zitat ---
Den Eindruck hab ich leider auch. Dem Phänomen würd ich auch mal gern auf den Grund gehen, aber da fehlen mir die Fakten und Kenntnisse und ein reiner Meinungs- und Vermutungsaustausch bringt's irgendwie nicht (ob es nun ein späteres "Erwachsenwerden" und der Drang, sich noch austoben zu wollen sind, die Angst, die Frau/Mutter mit dem Kind "teilen" zu müssen, mangelndes Verantwortungsbewusstsein und der Wunsch nach Unverbindlichkeit/nicht festlegen wollen, sich überschätzt zu haben (rosarote Brille), dass die Frau sich nach der Geburt so krass ändern kann, als veraltet angesehene Familien-/Beziehungsmodelle etc.).
--- Ende Zitat ---
Wie sieht es denn andersherum aus? Wenn der Mann aus der Vorbeziehung ein Kind hat, was alle 14 Tage anwesend ist?
Wie oben schon aus meiner Erfahrung geschrieben, geht es nicht um das Teilen der Frau/Mutter, sondern das sich der Erzeuger immer wieder in die Erziehung einmischen kann bzw. es in meinem Leben auch getan hat. Dieses hatte dann oftmals schwere Einwirkungen auf dein "heiles" Familienleben. In diesen Fällen muß die Mutter auch sehr oft den Spagat zwischen Mann und Kind machen.
--- Ende Zitat ---
Ich kenne auch so jemanden, da ging sie mit der Einstellung ran "Der Mann ist für mich, das Kind (aus der vorigen Beziehung) hat ja seinen (zahlenden und weitgehend auch kümmernden) Vater". Aber ein zweites wollte sie mit ihm schon haben. Das stelle ich mir äußerst schwierig vor, wenn man dem einen Kind was sagen darf und dem anderen nicht.
Mir ging's allerdings v.a. auch um die leiblichen Väter, die sich aus der Verantwortung stehlen und die Frau erst vor die Situation stellen, einen Mann kennenzulernen, der die Angst haben könnte, plötzlich für Kinder sorgen zu müssen, die ihn möglicherweise gar nicht akzeptieren. Sowas verstehe ich nicht, also dass das gefühlt so dermaßen oft passiert (klar dass ein Kind bestehende Gefüge und Abläufe ziemlich durcheinanderbringt und manch einer feststellt, dass der weitere Weg nicht zusammen gegangen werden kann, aber ich dachte früher immer, solche Trennungen wären Einzelfälle).
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