Schwarzes Hamburg > Gedankenaustausch -Archiv-
9/11 2004-Tränen am Ground Zero
Laetitia:
Ich hab nicht jedes Detail hier gelesen, ABER:
Ich möchte doch mal zwischenfragen, was hier unter Trauer verstanden wird.
Imho ist Trauer nicht mehr und nicht weniger als Selbstmitleid. Wenn es um den Verlust einer geliebten Person geht, bringe ich ja mit Mühe und Not noch Verständnis für den Trauernden auf...
Wenn es nun aber um den Verlust unbekannter Menschen geht, muss man imho ganz schön "Weltschmerzverliebt" sein, um sich auch noch dieses anzutun.
Biserka, dein stures, anpassungsresistentes Verhalten (hooray for SVV thread *g*) finde ich durchaus sympathisch, aber wenn du soviel trauerst um all die Toten und die Lebenden, welche hungern, und und und... Sag mal, wie kommst du dann klar auf dieser Welt? Es muss schlimm sein, dauernd mit diesem Schmerz herumzulaufen und dieses Leid sich aufzuladen... Welcher Sinn liegt für dich in dieser "Emotionswichserei", hm? (Du kannst natürlich auch sagen "ich kann nicht anders, ich bin so", dann sparen wir uns die Diskussion (und vermutlich jede weitere), aber ich hoffe doch auf ein bisserl mehr Erklärung...)
Und noch eine Frage, die vielleicht einen neuen thread wert wäre (wenn jemand gedenkt, ausführlicher darauf einzugehen möchte ich ihn bitten, doch einen neuen zu eröffnen...)
[Edit: ich habe grad selber nen neuen thread aufgemacht, weil ich denke, die Frage geht sonst unter]
denn folgende Aussagen irritieren mich:
Drachenkind: "ich glaub ich hab gebetet, obwohl ich Atheist bin."
KainsRache: "Und ja - auch ich als Nicht-Christ habe gebetet."
Da wäre ich euch nun aber wirklich für eine Erklärung dankbar, denn das versteh ich gar nicht ;-) Ihr seid Atheisten, bzw, Nicht-Christen und betet dann "in der Not"? Wie darf ich das verstehen und was bedeutet es für euch?
Und nochmal totally on topic, obwohls wohl eh klar ist: Mir geht dieses ganze emotionale Trauergewichse am Arsch vorbei :-)
Anonymous:
--- Zitat von: "TheFlyingDragon" ---Es werden zum Beispiel schon wieder Todesfälle aufgezählt, um die man nicht trauern kann, da sie nicht represäntativ sind für dieses Thema und vollkommen belanglos.
--- Ende Zitat ---
Oh, verzeihung. Es sind also nur Terroranschläge auf Amerika, die an einem 09.11. stattfanden und in denen das WTC eingestürzt ist, von Belang?
Gut, also scheißen wir einfach auf das dritte Flugzeit bzw. dessen Insassen, welche am 09.11.2001 ins Pentagon krachten - hat zwar denselben Aspekt, ist aber nicht das WTC und wurde nur beiläufig erwähnt.
Übrigens menschlich gesehen eine tolle Seite an dir, Todesfälle jedweder Art als 'vollkommen belanglos' abzustempeln :roll:
Wer wegen 'Nachdenken' brüllt ...
Wie gesagt: generell Trauer um Personen oder Situationen, von denen man direkt betroffen ist (in deinem Fall also) ist mehr als durchaus berechtigt.
biserka:
Respekt: 24/7 in Trauer gehüllt und trotzdem noch Zeit für Atmung und Ernährung. Und das ohne Schlaf. Bin beeindruckt.
phaylon:
"Gut, also scheißen wir einfach auf das dritte Flugzeit bzw. dessen Insassen, welche am
09.11.2001 ins Pentagon krachten - hat zwar denselben Aspekt, ist aber nicht das WTC und
wurde nur beiläufig erwähnt."
Du hast etwas vergessen: Es gab keine so guten Bilder!
p
Jinx:
--- Zitat ---
Du hast etwas vergessen: Es gab keine so guten Bilder!
--- Ende Zitat ---
Stimmt, das Pentagon war nicht kaputt und die in der Pampa herumliegenden Trümmer waren optisch gar nicht attraktiv...
Bombe:
Pff, das Flugzeug im Pentagon war doch die Ente schlechthin. :)
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