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Ehrgeiz
Eisbär:
Also ich habe den Ehrgeiz, Karriere und Freizeit vernünftig gegeneinander abzuwiegen, ohne eines zu vernachlässigen.
Einerseits muß ja die Butter aufs Brot bezahlt werden, andererseits wollen auch Beziehungen (und hoffentlich irgendwann mal Familie) gepfelgt werden.
Und ja, das kann anstrengend sein.
Aber ohne Herausforderungen wäre das Leben langweilig.
Kallisti:
Hallo Sapor,
sehe das mit den Zielen ähnlich wie du: wichtig ist, Ziele zu haben (kleinere und größere).
Und motiviert zu sein - also manchmal reicht "das" Ziel als Motivation vlt. nicht aus, dann braucht man also Motivation(en), dieses Ziel auch wirklich zu verfolgen, anzustreben, zu erreichen - eben gerade auch wenn Widerstände, Schwierigkeiten... auftauchen.
Und bei der Motivation gibt´s eben Fremd- und Selbstmotivation. ...
Hm, weiß nicht, aber Ehrgeiz ist bei mir auch eher negativ besetzt (Assoziationen).
@Thomas
nee, nur weil man (während des Studiums!) (noch) nicht weiß, was man nach oder mit seinem Studium mal anfangen soll, heißt das noch lange nicht, dass man nicht doch (danach) was Sinnvolles ... macht!
Also man liegt deshalb dem Staat damit noch lange nicht und nicht zwangsläufig auf der Tasche und nimmt auch nicht anderen die Studienplätze weg, denn auch diese anderen, die (angeblich) schon genau wissen, was sie wollen..., können sich darin ja irren und sich irgendwann umentscheiden oder abbrechen oder eben planlos werden... - denn: man weiß einfach nicht, was das Leben bringt!!!
Und das finde ich ganz wichtig: das mit einzubeziehen, mit zu bedenken!
Klar ist es okay, wenn Leute planen und ihre Ziele verfolgen - und einigen gelingt es ja auch, diese Ziele zu erreichen..., aber: "das Leben" kann doch "Überraschungen" bringen - auf die man vorbereitet sein kann und auf andere nicht... und diese "Widerfahrnisse" können einen Menschen und sein Denken und seinen (weiteren) Lebensweg doch zum Teil erheblich beeinflussen, verändern...!!
Also ich will jetzt hier nicht von Flexibilität und so schwafeln, eher von Offenheit.
Und: niemand ist wirlich davor gefeit, sich zu irren, zu täuschen (auch: in sich selbst, den eigenen Überzeugungen, Zielen...!) und/oder sich umorientieren, umentscheiden ... das bringt die (eigene) Entwicklung eben oft so mit sich ...
Und so kann es eben auch gut sein, dass jemand zwar durchaus weiß, was er z.B. studieren oder lernen will (auch Ausbildung...) ohne jedoch schon genau zu wissen, was er/sie damit später mal machen kann/soll/will - und trotzdem kann sich später dann herausstellen, dass genau das studiert/gelernt zu haben, wichtig und richtig war und man damit dann (später) eben gerade doch ne Menge anfangen kann - das ergibt sich eben oft - aus (zukünftigen) Erlebnissen, Erfahrungen, Kontakten...!!
Nur sollte man sich darauf auch nicht allein verlassen und das dann als Ausrede benutzen (dafür: jetzt nichts zu tun), also Eigeninitiative und Selbstdisziplin sind absolut unverzichtbar - allerdings tue ich mich mit Letzterer auch sehr schwer...!
Es sind halt doch auch immer zwei Paar Schuhe: Theorie und Praxis - nicht wahr ... ?!?
Also: Antrieb, Motivation halte ich für sehr wichtig und "Selbstdisziplin" - Ehrgeiz ist irgendwie ein komisches Wort - "mit der Ehre geizen" ?? ;)
Simia:
Ehrgeiz klang für mich auch immer nach Ellbogengesellschaft. Aber ich denke, wenn man weiß, was man mit seinem Leben anstellen will, stellt sich ein gewisser Ehrgeiz ein. Es kristallisieren sich Ziele heraus, und die Bewegung darauf zu kann man schon als Ehrgeiz bezeichnen bzw. was hinter der Bewegung steht. Es muß ja gar nicht gleich um Karriere drehen.
In dem Zusammenhang: Jemand hat mal etwas polemisch gesagt, wenn in den USA ein Kind geboren wird, fragt es, was es anpacken kann. In Deutschland fragt es, wann es Rente kriegt. Das Verhältnis zu Ehrgeiz und einer gewissen Geschwindigkeit des Lebens ist auch eine Frage der Prägung und Mentalität. Ich denke, daß die USA ganz anders strukturiert sind als die "Alte Welt" (Pioniergeist und so), und daß man das nicht einfach wegzeitgeisten kann. Internationaler Wettbewerb hin oder her. So, und langsam werde ich off topic ...
Komisch eigentlich, diese Assoziation "Ehrgeiz - Ellbogen". Als ob man gleich automatisch in den Kampf mit anderen tritt und Ehrgeiz gleich einem Interessenkonflikt ist. Dabei kann Ehrgeiz auch mitreißen und andere motivieren.
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