Schwarzes Hamburg > Gedankenaustausch -Archiv-
Intuition ?
Kallisti:
Was haltet ihr davon?
Denkt ihr, dass man sie sinnvoll "nutzen" kann, auf sie "hören" sollte?
Warum/warum nicht?
Also ich frage mich einfach immer wieder, wenn ich so "Eingebungen", d.h. bestimmte spontane Gedanken ("aus dem Nichts"/ohne ersichtlichen Grund: den Moment betreffend) habe (in bestimmten, aber verschiedenen Situationen), ob ich auf die irgendwie "eingehen" soll oder ob die gar nichts zu bedeuten haben, ob das halt nur so grade mein eigener Film (aus dem Unbewussten oder so??) ist??
Was genau ist für euch Intuition - wie genau definiert ihr sie?
Gibt es sie überhaupt wirklich oder ist sie (auch) eher eine Art Konstrukt ??
Wofür könnte sie nützlich (wichtig?) sein?
Oder auch schädlich?
Hört ihr denn auf eure Intuition oder eher nicht?
Wie geht ihr mit so bestimmten spontanen Gedanken um - also solchen, die grade (im aktuellen Moment/Situation...) eigentlich abwegig erscheinen oder nicht passend oder merkwürdig, nicht einzuordnen... ?
Verdrängt ihr diese Gedanken/Gefühle oder schenkt ihr ihnen Aufmerksamkeit, setzt euch gedanklich mit ihnen auseinander?
Oder handelt ihr eventuell doch auch (manchmal) nach diesen "Eingebungen" ... ?
Eisbär:
Intuition ist für mich, besser: sind für mich Gefühle, die an die Oberfläche des Bewußstseins stoßen, aber durch unterbewußte Wahrnehmung und deren ebenso unterbewußten Verarbeitung entstanden sind.
Jinx:
Ja, ich höre auf meine Inutition. Jedesmal, wenn ich das nicht tue, geht was schief.
Intuition ist allerdings nicht so mystisch, wie vor allem in gewissen Kreisen gerne getan wird. Sie ist zwar nur sehr begrenzt erlernbar und eine Frage der Begabung, besteht aber zu mindestens 70% aus erfahrung und der Fähigkeit, unbewußt das "Großbild" zu sehen, anstelle immer in der "Kleinbildansicht" zu verharren.
Thomas:
@Kallisti&Jinx :
Kann es sein, das ihr zwei verschieden Arten von Intuition meint ?
Das erstere klingt nach Gedanken, die einem plötzlich ins Hirn springe und nichts mit dem aktuellen Geschehen zu tun haben.So etwas passiert mir eigentlich nicht.(Außer natürlich, man erinnert sich an etwa wichtiges, das man vergessen hat oder etwas in der Richtung)
Die zweite Defintion klingt nach dem allseits bekannten "Bauchgefühl", also erste, spontane Gedanken AUF eine aktuelle Situation bezogen.Die habe ich, gleiche sie aber erst in Ruhe mit Fakten ab, um zu einem sicheren Ergebniss zu kommen.Wobei das natürlich auch von der Art der Situation und der möglichen Tragweite der darauf folgenden Entscheidung abhängig ist, mal handel ich mehr nach Bauchgefühl, mal weniger.
Kallisti:
@Thomas
naja, das könnte man so trennen...
... aber ich weiß nicht, ob es das dann trifft, was ich meine - und schlecht artikulieren kann.
Also das mit der Erfahrung (siehe Jinx´ Beitrag) sehe ich ähnlich, d.h. es hat wohl einiges mit (bisheriger) Erfahrung zu tun, aber eben auch mit unbewusst abgespeicherten Sachen/Erlebnissen!!
Und Intuition ausschließlich als "Bauchgefühl" zu definieren, greift meiner Ansicht nach, zu kurz.
Wie soll ich das erklären (was ich meine)? - Also einerseits hat es schon was mit "Gefühl" zu tun, denke ich, aber dann meine ich noch was "zusätzlich" bzw. anderes:
eben so eine Art plötzliche "Eingebung" - allerdings eben keine Erinnerung an etwas, das man erledigen wollte und auch keinen "Geistesblitz" (im Sinne einer Idee, einer spontanen Erkenntnis oder so) - das gibt es auch, aber das ist nicht das, was ich mit Intuition meine (sondern halt dann ein Geistesblitz).
Es ist eher wie eine "Ahnung", also ein Gedanke (oder auch mehrere), die zur Situation zwar passen, wo man sich aber fragt, wie man darauf nun gerade kommt, weil es vlt. (zunächst) für diese(n) Gedanken eigentlich keinen Anlass gibt ...
... so was in der Art.
Oder: dass man sich eben fragt, ob es einen solchen Anlass gibt/geben könnte - wo der Verstand im ersten Moment eben "nein" sagt, aber trotzdem hat man nicht nur so ein diffuses Gefühl, sondern (hatte) eben einen spontanen Gedanken, also es ging einem plötzlich/unvermittelt was durch den Kopf, das (in der Situation) zutreffen oder angemessen sein könnte, aber man hat keine direkten Anhaltspunkte, an denen man sich (rational) orientieren könnte, um in dem Augenblick zu überprüfen, ob diese spontane "Eingebung" gerechtfertigt bzw. angebracht, richtig... ist.
Ja, das klingt sehr verworren, aber ich kann es grade nicht besser umschreiben, erklären.
Also mein Problem damit ist, dass ich da eigentlich eher nicht drauf höre, aber dann schon Sachen passiert sind, wo ich im Nachhinein dann tatsächlich dachte: hättste mal auf deine "Intuition" gehört - aber oft war´s auch umgekehrt: dass ich ein "Gefühl" ... hatte und sich später herausstellte, dass es mich "trog" ...
Deshalb bin ich da verunsichert - wie ich mich in Zukunft bei sowas verhalten, wie damit umgehen soll..
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