Lass dich von denen nicht unterkriegen!
Ich versuch's ja, dass schlimmste ist die Krankenkasse, die blocken alles ab und kommen mit den unmöglichsten Begründungen warum sie aufgrund des Vertrags, keine Leistungen übernehmen müssten. An erster Stelle steht, dass psychotherapeutische Behandlungen bei mir nicht mitversichert sind und Transsexualität nunmal in Deutschland als psychische Erkrankung gilt, also müssen sie auch nicht die Hormonbehandlung, Nadelepilation und die geschlechtsangleichende OP bezahlen. Die nach den Standard of Care nötige psychotherapeutische Behandlung ja sowieso nicht, die zahl ich ja sowieso seit fast nem Jahr aus eigener Tasche. Hab schon eine Maklerin eingeschaltet, sieht aber immer noch nicht rosig aus, jetzt weiss ich nur, dass ich die erste Transsexuelle bei der HanseMerkur bin und die überhaupt noch nicht wissen, was sie mit mir anstellen sollen. Die brauchen jetzt erst mal Zeit um rauszufinden, wie sie am besten um die Leistung herumkommen.
Und solange darf ich schön alle Arzt- und Laborrechnungen sowie Medikamente selbst bezahlen. Maßnahmen für die ich Kostenübernahmeanträge gestellt habe liegen auf Eis und ich komme nicht weiter. Frau Augstein freut sich schon auf einen Präzedenzfall um einen neuen Grundsatzentscheid zu erwirken der Transsexualität nicht mehr als psychische Krankheit definiert... will aber kein Präzedenzfall werden... ich will einfach nur die selbe Unterstützung, die jede andere transsexuelle Frau in Deutschland, die gesetzlich Versichert ist, auch bekommt... und das möglichst schnell, denn mein größter Wunsch ist die GAOP noch vor meinem 40sten Geburtstag zu erleben aber das wäre schon knapp geworden wenn alles sauber gelaufen wäre.

Unter
http://www.mut23.org/ ist grad im blauen Kasten (Aktuelles, 30.10.2008) die wissenschaftliche Erkenntnis beschrieben, die ein neuer Auslöser dafür ist, ein neues Präzedenzverfahren vor ein Gericht zu bekommen.